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Sozialführung. Die Stadtführer - abgeschlossen



Sozialführung

Ausgangssituation

In Regensburg leben ca. 100 Obdachlose und noch viele mehr, die in armen oder schwierigen sozialen Verhältnissen leben. Viele dieser Menschen haben die Initiative und die Motivation, ihre Situation zu verbessern – woran es ihnen fehlt, sind Rückhalt, Unterstützung und Vertrauen in der Gesellschaft, die ihre Probleme nicht kennt und oft nicht versteht.

Need

Die schwierigen, manchmal ausweglos scheinenden Situationen dieser Menschen oder gar ihre Existenz wird von der „Normalbevölkerung“ oft nicht wahrgenommen. Gesellschaftliche Barrieren lassen keinen Austausch zu, soziale Missstände werden verdrängt. So kann kein Verhältnis zur „anderen Seite“ der Barriere aufgebaut werden, bewusste oder unbewusste Ausgrenzung und Unverständnis sind die Folgen. Piet, Sozialführer: „Die betroffenen Menschen sind nicht nur Zahlen in einer Statistik, jeder hat seine individuelle Lebensgeschichte. Viele gehen nur vorbei, ohne zu helfen und ohne die Ursache des Problems zu kennen.“

Idee

Wir möchten diese Barrieren überwinden und ungewohnte Perspektiven auf die gesamte Gesellschaft und ihren Raum eröffnen. Ein Verkäufer des Regensburger Straßenmagazins Donaustrudl zeigt den Besuchern in einer „sozialen Stadtführung“ Orte und Blickwinkel abseits des Alltags: Soziale Einrichtungen, Anlaufstellen in schwierigen Situationen, Ecken und Straßen, an denen man oft vorübergeht, ohne Notiz zu nehmen, die aber so manche Geschichte zu erzählen haben.

Unternehmerischer Ansatz/Entrepreneurship

Mit einer festen Aufwandsentschädigung (30 €) pro Führung verbessern die Sozialführer ihr Einkommen. Weitere Einnahmen werden für Marketing und besondere Events genutzt.

Empowerment

Idee & Initiative; gemeinsame Konzipierung und Ablaufplanung der Sozialführung und der Buchungsorganisation; Rhetorik-Kurs für angehende Sozialführer; Konzipierung und Durchführung des Marketings (Presse, Webseite, Facebook-Seite, Flyer, Studentenfunk, Kooperation mit Stud.coupon, Werbung an Schulen, städtischer Veranstaltungskalender); Erstellung eines Leitfadens für zukünftige Sozialführungen & Sozialführer

Langfristigkeit

Das Projekt wurde an das Regensburger Straßenmagazin Donaustrudl abgegeben, dessen Mitarbeiter die Organisation übernehmen; Pflege der Internetpräsenz und weitere Marketingmaßnahmen sowie die Anwerbung neuer Sozialführer wird in Kooperation mit den aktiven Sozialführern gestaltet.

Abschließend

Besucher: „Eine tolle Möglichkeit, die Stadt aus einer Perspektive kennenzulernen, die eine gewöhnliche Touristenführung eben nicht bietet.“
Lehrerin: „Ich bin Ihnen sehr dankbar für dieses Angebot, denn gerade der Bezug zur Lebenswelt der Schüler ist mir enorm wichtig! Und so lernen sie ihre eigene Stadt mit anderen Augen kennen.“
Und Piet himself: „ Ich habe als Führer von allen Beteiligten nur positive Rückmeldungen bekommen. Bin happy und begeistert über das ausgearbeitete Konzept! Danke an alle die mitgearbeitet haben und es noch tun!“

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